GRANSHAN 2010: Armenisches Kultusministerium und Typographische Gesellschaft München starten Wettbewerb für östliche Typographie
Design | bis 15.08.2010In der Regel
sind internationale Schriftwettbewerbe stark westlich geprägt, jeweils mit dem
Augenmerk auf der lateinischen Schrift. Bei dem nun bereits zum dritten Mal
stattfindenden Schriftwettbewerb GRANSHAN 2010 legen das armenische
Kultusministerium und die tgm den Fokus auf die Schriftwelten Armenisch,
Kyrillisch und Griechisch. „In enger Zusammenarbeit wollen wir das „andere“,
der Vielfalt der Sprache zelebrieren, indem bisher in der Typographie weniger
beachtete Sprachen in den Mittelpunkt eines internationalen Wettbewerbs gerückt
werden“, so Boris Kochan, Erster Vorsitzender der Typographischen Gesellschaft
München.
Der Wettbewerb
wird in den vier Kategorien armenische, kyrillische und griechische
Textschriften sowie Displayschriften durchgeführt. In der Jury sitzt neben Boris Kochan
auch Edik Ghabuzyan (Head of the Department of Creating and Keeping Armenian
Fonts of the National Book Chamber in Yerevan).
Die
Kooperation zwischen dem armenischen Kultusministerium und der Typographischen
Gesellschaft München beruht auf den Kontakten, die während einer Studienreise
der tgm im November 2009 in Armenien entstanden, wo sich Edik Ghabuzyan und
Boris Kochan kennenlernten und die Kultusministerin Armeniens, Hasmik
Poghosyan, die Reisegruppe zu einem Gedankenaustausch empfing. Dort entstand
die Idee einer Zusammenarbeit, um den Schriftwettbewerb international
prominenter zu machen.
Bewerbungen
für den GRANSHAN 2010 können bis zum 15. August 2010 per E-Mail an armtype@xter.net eingereicht werden. Die Ergebnisse werden
im September 2010 vom Armenischen Kultusministerium in Yerewan verkündet.
Anschließend werden die Siegerarbeiten sowie ausgewählte Teilnehmerarbeiten
zuerst in Yerewan und danach in München präsentiert. Weitere Informationen und
Einreichungsdetails finden Sie unter www.granshan.org.
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